Mittwoch, 8. Juli 2015

Und wieder weiter

Es ist unglaublich. Ich bin mittlerweile schon im 6. Monat. Wir wissen jetzt was Pixelchen wird und sogar die Namensauswahl ist schon sehr konkret. Auch wenn wir vorher überlegt hatten soetwas hier zu veröffentlichen haben wir jetzt festgestellt wie schön es ist manche Dinge von Angesicht zu Angesicht zu sagen. Daher bleibt hier der Arbeitstitel Pixelchen erstmal erhalten.

Nun aber zu dem was wir so erzählen können. Mein Bauch ist riesig. Pixelchen auch. Es kommt wohl nach seinem Papa, der immer behauptet mit min. 1,20m auf die Welt gekommen zu sein. Ich hab noch Massenweise Nebenwirkungen. Übelkeit ist gerade Morgens immer noch ein Thema. Ich bin Geruchsempfindlich hoch 3. Jörn rückte einmal sogar um 23 Uhr noch Möbel, da ich einen Gestank nicht aushielt den er nicht mal wahr nahm... und entfernte todesmutig die tote Maus, die unsere Katzen in der hinterletzten Ecke platziert hatten.
Er ist sowieso extrem lieb, kümmert sich um mich wenn ich nach einem Arbeitstag total platt bin oder vor Sodbrennen kaum noch aus noch ein weiß. Ich habe nun auch ein teilweises Berufsverbot. Das entspannt meinen  Alltag und die Beschwerden sind merkbar zurück gegangen.

Seit Samstag tritt unser Kleiner Pixel auch so stark, dass man es von außen fühlen kann. Mein Bauch wobbelt wie in einer winzigen Wellenbewegung. Das wird wohl noch stärker, die Plazenta sitzt hinten oben, daher wird man wohl viel von den Aktivitäten des Kleinen mitbekommen.
Meine nächsten Planungen sind nun das Sortieren von Babykleidung und einräumen selbiger. ... Und die Planung des Drachenfestes in Kürze. Ich bin gespannt wie es wird dieses Mal am Rand einfach das Geschehen zu genießen ohne Stress und ich werde Jörn dabei zu sehen wie er sich ins Getümmel wirft. Auch wenn ich langsam ab und an vermisse Alkohol zu trinken oder z.B. Schinken, Salami und Räucherfisch zu essen genieße ich es noch sehr schwanger zu sein.

... ganz besonders wenn die Hebamme ihre Pläne umsetzt und meinem Mann Massage Techniken bei bringt, denn mittlerweile denke ich das sich nicht nur der Geruchssinn steigert sondern auch das Tastempfinden... *seufz* ...

Freitag, 5. Juni 2015

Schwangerschaft - Phase 2

Jetzt wird es langsam echt fühlbar, ich hab eine neue Phase in der Schwangerschaft erreicht. Mein Kopfteil am Bett ist hoch gestellt und um auf der Seite gut schlafen zu können ist ein Stillkissen mein bester Begleiter. Tritte o.ä. spüre ich noch nicht, doch ab und an packt mich eine Unruhe, die ganz eindeutig aus meinen unteren Regionen stammt. Die Übelkeit hat nachgelassen und einen Schluck Wasser vor dem Schlafengehen zu trinken verursacht nicht mehr eine Nacht und einen Tag Sodbrennen.

Heute habe ich erstmals bemerkt das mein Bauch sich nun so spannt, dass mein Bauchnabel seine Form verändert. Ich bin jetzt schon prall wie ein aufgeblasener Ballon. Wenn ich mich bücke muss ich O-Beine machen damit mein Bauch nicht verhindert das ich nach unten komme.
Was leider geblieben ist ist die unendliche Müdigkeit. Ich war vorletztes Wochenende mit meiner Schwester für eine Stunde im Baumarkt. Nur eine Stunde! In der Zeit musste ich mich 2x setzen weil ich drohte umzukippen und kaum saß ich für die Rückfahrt im Wagen war ich auch schon eingeschlafen. 

Es fühlt sich an als wäre ich einfach ein paar Takte langsamer geworden. Oft muss ich nicht mal etwas tun, vor mich hin zu starren reicht als Freizeitbeschäftigung. Mir fehlen häufig Worte und Gedanken entgleiten mir. Ohne notierte Listen wäre ich aufgeschmissen. Meist vergesse ich dennoch genau das weswegen ich eigentlich zum Einkaufen gefahren bin.

Zwei Sprüche, die ich gerade ständig höre sind "Freu dich, das wird noch viiiieeeeeeeeel schlimmer!" und "Genieß die Schwangerschaft."

Ersterer lässt mich schmunzeln, da ich ihn von Jörn schon vom ersten Tag an gehört habe. Irgendwie ist er ein einfach ständiger Begleiter. Der Zweite lässt mich die Stirn runzeln. Ich weiß zwar grob was die Leute meinen, jedoch lässt mich das irgendwie auf den Moment warten wo ich das Baby zu spüren beginne. Das ist aber erst in ein paar Wochen der Fall und ich will auch jetzt jeden Moment genießen, so müde, dusselig oder schwerfällig ich auch bin.
Nun ja, so wollte ich es letzte Woche schon schreiben, bin aber nicht fertig geworden und poste es daher heute. Ich habe irgendwie das Gefühl in dieser neuen Phase angekommen zu sein. Es gibt neue Dinge zu beobachten, zu fühlen. Es zubbelt anders in meinem Bauch hin und her und oben habe ich ja auch schon einiges geschrieben. Gucken wir also was diese neue Phase bringt.

Eine weitere Veränderung zeigt sich auch. Das ich reine Haut und schöne Haare nicht durch Pixelchen bekommen habe schrieb ich ja früher. Aber ich hatte auch so gut wie noch nie in meinem Leben lange Nägel. Nur künstliche und einmal als ich sie Wochenlang mit einem teuren Pflege-Lack bearbeitete. Jetzt wachsen sie und sind für meine Verhältnisse lang und stabil. Faszinierendes Gefühl. Jörn liebt das, ist Rückenkratzen für ihn sowieso schon das größte. Er streichelt oder krault mir auch jeden Abend beim zubettgehen den Rücken und es gibt kaum etwas schöneres und entspannenderes als diese Zweisamkeit. (Eine Seite meines Mannes die die Öffentlichkeit nicht oft zu sehen bekommt, die ich hier aber einfach  mal schreiben musste.)
Er bewältigt sowieso gerade regelrecht übermenschliches. Seine Arbeit ist gerade stressig und er verbringt locker mal 10 Stunden am Tag da, plus Fahrtweg. Er macht einen riesigen Anteil im Haushalt, hilft mir dennoch immer mal wieder bei meinen Aufgaben und bastelt in der Freizeit noch ein Projekt das wir vor der Schwangerschaft angefangen haben und wo ich ihm auch nun weniger Hilfe bin als vorher eingeplant.
Ich liebe ihn und ich bin mir sicher er wird ein wunderbarer Vater.

Und weil hier eh so viel gerade zusammengewürfelt im Blogeintrag steht kommen jetzt einfach auch noch mal die Fotos hier mit dazu. 

Mi. 22.04.2015

Nach den plötzlichen Blutungen auf der Arbeit (Ich hab darüber geschrieben) entstand dieses Bild im St. Joseph. Ich hab fast geweint als die Ärztin meinte Pixelchen schlafe gerade und ich das erste mal eine Gesichtform und richtig ein Kind auf dem Bild erkannte.

Mo. 27.04.2015

Kontrolle und Nackenrollenuntersuchung. Eine nichtinvasive Überprüfung. Die Ärtze meinen, dass wenn die Nackenrollte - der Schwarze und weiße Streifen, der auf dem rechten Bild gut zu erkennen ist - und dazu noch ein paar Blutwerte stimmen, sie errechnen können ob das Risiko von Chromosomalen Krankheiten meinem Alter entspricht, besser oder schlechter ist. Bei mir ist ersteres der Fall. Leider haben wir somit keine Sicherheit, dafür aber die Überweisung zur Feindiagnostik wo wir wohl hübsche 3D Bilder bekommen werden.

 Di. 05.05.2015

Die Bilder zur Entlassung aus dem Krankenhaus Gesichtsform und Nabelschnur sind hier sehr gut zu sehen. Es sind schönen Fotos geworden, dafür das Pixelchen hier ständig versuchte Saltos zu schlagen.

 Mi. 06.05.2015

Nachkontrolle bei der Frauenärztin. Hier war die Auflösung so das man gerade sehr gut den Schädelknochen sehen kann.



Mittwoch, 13. Mai 2015

Anders als man denkt...

Gestern Abend verfasste ich im Geiste schon einen schöne  Post darüber wie die Übelkeit schleichend und daher dann irgendwie plötzlich verschwand. 3 Tage lang völlig Beschwerdefrei in dieser Richtung. Zuerst hielt ich es nur für die richtige Ernährung, was, wann... aber dann merkte ich, hey, die Phase könnte vorbei sein.

Könnte, war es aber nicht.

Heute Morgen gabs das volle Programm, inklusive Frühstück noch mal durch den Kopf gehen lassen. Jetzt meldet sich mein gemeines Sodbrennen wieder, ich kriege Hunger und weiß nicht was es schlimmer macht und was besser. Oder was wieder die Übelkeit aus ihrer Lauerposition holt.

Immerhin, ich habe eine süße Katze hier, sie belegt 2/3 des Sofas, schnurrt wie ein Diesel oder schläft tief und fest bis ihre Pfötchen im Traum zucken. Das und das Nachlassen der Blutungen beruhigen mich. Mein Bauch wächst und die Zeit schreitet voran. Müde bin ich immer noch für zwei. Aber, ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Dienstag, 5. Mai 2015

Krankenhaus Update

3 Internetlose Tage voller Ruhe und Tiefen später.

Die erste Nacht war übel. Die Gastropatientin, deren Lieblingsthema das innere ihres Darms war hat aufs innigste mit sich selbst gesprochen und fleißig mit ihrem Schrank geklappert. Ich war am nächsten Vormittag so depressiv, das Jörn mich nötigte um meine Verlegung zu bitten.
Die wurde prompt gewährt und auch meine beiden Zimmernachbarinnen wechselten die Zimmer. Das gab mir einen deutlich ruhigeren Sonntag Abend mit einer neuen Zimmernachbarin. Auch wenn sie um Welten angenehmer war stresste mich dennoch der Mangel an Privatsphäre; schöne Telefonate und ein Besuch von Jörn halfen den hoffentlich letzten Tag für längere Zeit hier zu überstehen. Und da meine Nachbarin auch noch heute Abend entlassen wurde habe ich jetzt ein Zimmer für mich, Pixelchen und meine gemeinerweise zurückgekommene Übelkeit alleine. Morgen gibt es noch einen Ultraschall, hoffentlich mehr Erkenntnisse und meine Entlassung.

... und bevor ich das hier abschicke tippe ich noch, dass ich jetzt wieder Zuhause bin, es mir und Pixelchen gut geht und ich mal morgen mit meiner Ärztin bespreche wie es weiter geht.

So lernt man sein Baby kennen...

Zwei Eigenschaften meines Ungeborenen kristallisieren sich langsam heraus.

1.) Es hat ein Faible für Drama.
Und
2.) Es liebt den großen Auftritt!

Diesen Blogeintrag schreibe ich gerade aus einem Krankenhausbett heraus. Den Berliner Kampftag haben wir schön gemütlich in Kleinbeeren verbracht. Fux kam zu Besuch, wir haben Torte und später Pizza gefuttert und nachdem wir rausbekommen hatten wie man bei Sky einen Film bucht haben wir uns auch noch 'Der Hobbit: Schlacht der fünf Heere' angesehen.
Auf Fuxs Heimfahrsstrecke entdeckten wir dann Schwierigkeiten mit der Verbindung und um nicht zu riskieren irgendwo rein zu geraten beschloss sie dich noch spontan über Nacht zu bleiben. Wir quatschten dann also noch bis gut 0:45 Uhr weiter und fielen ins Bett.

4:25 Uhr erwachte ich dann, Amy schlief aufs niedlichste auf meine  Beinen, doch dazwischen fühlte ich mich feucht an. Unsicher was es sein könnte, auf Schweiz hoffend beschloss ich die Toilette auf zu suchen. Selbst wenn es Blut sei, das Kind würde ich schon nicht verlieren, ein Baby von bald 7cm Größe wäre etwas anderes als ein paar Tropfen Blut.

Dann aber *platsch*.

Ich hatte es gemerkt, irgendetwas war aus mir raus geflutscht. Wie in Trance weckte ich Jörn, der mir sofort die Frage stellte 'Arzt oder nicht?'. Dann kam eine sehr schwere Entscheidung. Wollte ich wissen was da jetzt in meiner Toilette lag. Während ich noch mit mir ringend davor saß, mein Katerchen mich liebevoll anstuppste und Jörn alles zum Aufbruch fertig machte entschied ich, dass ich es mir nie verzeihen würde, wäre dies Pixelchen, die Klospülung betätigt zu haben. Ein wiederlicher, grob Kegelförmiger, ca 6cm großer, dunkelroter Klumpen kam zum Vorschein, dem nicht anzusehen war was er war.

Mein besorgter, aber den Kopf behaltender Mann verfrachtete mich, das besorgniserregende Ding - sicher verpackt - und eine kleine flux gepackte Tasche mit meinen Papieren, dem Tablett und einem Buch ins Auto und fuhr uns mit einer Selbstbeherrschung gegenüber dem Berliner Ampelsysthem, die seinesgleichen sucht ins St. Joseph.

Ich versuchte ruhig zu bleiben und zu interpretieren ob mir vor Angst so übel war oder ich es als gutes Zeichen sehen könnte.

In der Notaufnahme kamen wir sofort dran und anders als beim letzten Mal wurden wir direkt in einen Untersuchungsraum geschickt. Ich bekam einen Zugang, mein Puls war unter der Decke und mein Blutdruck auch. In der gynäkologischen Notaufnahme nahm sich erneut Frau Dyck meiner an. Auf ihrem Untersuchungsstuhl dann die Erleichterung! Agil und Gesund präsentierte sich unser Pixelchen von seiner besten Seite. Nun ja, eher wieder von allen Seiten, was auch diese Ärztin zu dem Ausspruch verleitete, dass wir ein sehr Agiles Baby hätten.

Jörn hofft jetzt das das kein Zeichen für den späteren Aktivitätsgrad ist.

Sie nannte irgendetwas mit K was dieser Klumpen sein könnte. Wohl nur eine große Menge geronnenen Blutes. Er landete so schnell wie möglich im Müll und ich auf der Gynäkologischen Station. Ich soll wohl ein paar Tage hier bleiben mit strener Bettruhe. Eine Erklärung für meine Blutungen gibt es nicht. Jetzt geht der erste Tag hier dem Nachmittag entgegen, ich liege mit 3 Frauen auf dem Zimmer - einer sehr netten, nur Arabisch sprechenden jungen Frau im 8. Monat, einer starken türkischen Frau, die gerade Zwillingsfrühchen entbunden hat und einer weiteren, die eigentlich in die Innere gehört - und warte darauf, dass gleich mein erster Besuch kommt.

So viel zu der Planung heute mit meiner Mutter im Sterncenter bummeln zu gehen und Peking Ente werde ich wohl nie essen. Immer wenn ich da ei Essen plane kommt ordentlich etwas dazwischen.

Montag, 27. April 2015

Rollpixel

Heute habe ich meinen Mutterpass bekommen und wir hatten die Nackenrollenuntersuchung von Pixelchen. Das ist ein Check der, grob gesagt, Wahrscheinlichkeiten auf Auffälligkeiten prüft. Und was das an geht, bisher scheint alles in Ordnung. Anstrengend war aber den Lachanfall bein Ultraschall zu unterdrücken. Unser Kleines war sehr, sehr aktiv. Erst Beinchenstrampeln, dann hinrollen, dann her... Bauchlage, Rückenkage Po ins Ultraschall... Daumenlutschen war sogar auch einmal zu sehen. Die Ärztin meinte wir hätten ein sehr aktives Baby.

Unglaublich schön zu sehen, dass es ihm so gut geht.

Donnerstag, 23. April 2015

Krankenhaus und Krankenhauserfahrungen

Montag waren Jörn und ich im Krankenhausfieber. Ich hatte mich schon mit Freunden beraten und recherchiert und ein Berliner Krankenhaus wuchs sich als klarer Favorit heraus. Das St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof. www.skj.de
Wir haben also den letzten Besichtigungstermin dieses Monats genutzt und uns ganz frühzeitig dort informiert. Zunächst war ich geschockt, der Raum wurde so voll, es hat mich enorm gestresst. Der Vortrag aber war gut, die Ärzte und Hebammen sympathisch und Konzept und Ausstattung gefielen uns. Jörn war besonders begeistert, dass nur eine Begleitperson erwünscht ist und es kein 'werdende Großeltern Wartezimmer' gibt. Er hat mich also für sich.

Ich wurde auch was die Personenzahl an ging wieder ruhiger als bei der Besichtigung der Wochenbettstation gefragt wurde wer wann dran sei. Einige sogar schon im Mai, das Gro im August und September, nur eine ander Frau und ich waren die ersten Novembertermine. Klar, das wird mehr, doch es war gut zu sehen wie es sich allein schon auf die Monate verteilte.
Toll war dann auch als wir am Ende mit einem Mann ins Gespräch kamen der uns nach der Fülle der Station fragte. Wir erklärten ihm, wie wir es in dem Vortrag gehört hatten, dass es der Infoabend sei und davon ein besonders voller, da wegen Ostern einer ausgefallen war. Wir stellten neugierig die Gegenfrage wann denn der Termin seiner Frau wäre, da wir dachten er hätte sich zufällig der Gruppe einfach mit angeschlossen. Seine Antwort war: "Vor wenigen Stunden." Begleitet von einem breiten Grinsen. Wir konnten nur noch gratulieren.

Dienstag antwortete mir eine sehr nette Stimme am Telefon, als ich eine der Beleghebammen des Krankenhauses an rief, die zufällig in meinem Nachbarort wohnt. Im Mai treffen wir uns mal und gucken ob wir miteinander klar kommen.

Mittwoch meinte Pixelchen dann mich schocken zu müssen. Ich war auf der Arbeit gerade am überlegen ob ich langsam Feierabend mache oder mich noch einer Aufgabe widme und noch ein Stündchen bleibe, da bemeke ich, dass ich wieder Blutungen habe. Ich versuchte ruhig zu bleiben, doch die Angst begann fies zu Nagen... du bist erst in der 12. Woche... ab 13./14. Ist es halbwegs sicher, noch...
Ich hab durchgeatmet, meine Kolleginnen informiert und hab mich mit ihren guten Wünschen und ebenfalls der Empfehlung ruhig und entspannt zu bleiben ins Krankenhaus auf gemacht.
Dank Montag war die Adresse noch im Navi (Mittlerweile ist sie fest gespeichert.) und ich wusste grob wo ich hin muss. An der Information stand zufällig ein Pfleger, der mich gleich in den Kreißsaal lotsen wollte, doch die Dame an der Information wiegelte ihn ab, ich hätte 12. Woche gesagt, Kreißsaal wäre ab 24. und sie wies mir den Weg zur Notaufnahme. Dort wurden schnell meine Daten aufgenommen und danach war ich froh über die Bestuhlung. Sie haben da Bänke im Wartebereich und auf einer davon konnte ich mit meiner Tasche als Kopfkissen echt bequem liegen. Das tat gut, denn ich hatte das Gefühl, dass die körperliche Vertikale gerade nicht von Vorteil war. Als ich Jörn telefonisch erreichte wollte er sofort kommen, da ich gerade aber aufgerufen wurde befand ich das noch als unnötig. Der einzige Fall der mir da in der Situation jetzt in den Sinn kam wäre gewesen wenn Pixelchen jetzt nicht mehr da gewesen wäre und ich zu geschockt und verweint zum fahren gewesen wäre.
Eine etwas ältere Matrone nahm mich dann unter ihre Fittiche und brachte mich in einen Untersuchungsraum der noch moderner ausgestattet war als der meiner Topausgestatteten Frauenärztin.

Und dann hab ich es gesehen, Pixelchen, groß auf einem hochaufgelösten Monitor. Ein Gesicht war zu erkennen, eine Hand, die Nabelschnur und das Herz schlug kräftig. Als die Ärztin sagte es schlafe gerade bin ich fast in Tränen ausgebrochen. Das könne man jetzt schon erkennen? Ja, es sei so ruhig, man würde jetzt schon ohne Probleme Bewegungen sehen.
Ich war echt Glücklich und Erleichtert und Jörn ging es ebenso als ich heim kam. (Angerufen hab ich ihn natürlich schon vom Parkplatz aus, er sollte auch wissen, dass alles gut ist.)

Beim Verlassen kam ich auch wieder am Empfang vorbei und ich dachte mir warum sollte ich der netten Frau am Empfang nicht auch das Ende der Geschichte erzählen deren Anfang sie mitbekommen hatte. Ich an ihrer Stelle wäre neugierig gewesen. Sie hat sich so mit mir gefreut, dass sie mich umarmt hat. Ich glaube wir haben bei der Wahl des Krankenhauses die richtige Wahl getroffen. Ich fühle mich da echt gut versorgt.

Nun muss ich mich wieder eine Weile sehr schonen, noch ein paar Monate abwarten, und dann schaue ich wie es da weiter geht.