Samstag, 14. November 2015

Hochs und Tiefs...

... wie die Alpen? Himalaja und Mariannengraben treffen es eher.

Ich habe noch keine gleichzeitig so schöne und so schlimme Zeit erlebt. Es ist wie bei einer Katastrophe, die Menschen rücken näher zusammen und meine Familie war dieses Wunder und die gute Zeit. Die Wochenbettstation war die andere Hälfte.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich den Schwestern persönlich wenig übel nehme und primär das System und die Krankenhausleitung dafür verantwortlich zeichne. Dennoch kann ich nicht umhin diese Zeit ohne Vorwürfe zu schildern.
Das Schlimmste kam zu Anfang.
Gegen 22 Uhr musste auch Jörn das Krankenhaus verlassen. Ich dämmerte unter Schmerzmitteln vor mich hin und wenn sie nach ließen erwachte ich, unbeweglich durch Narbe und Katheter, und litt bis die nächste Tablette wirkte. Ich versuchte in den Wachphasen (auch unter Schmerzen) anhand eines Anleitungszettels und zwischendurch zugeworfener Anweisungen meine Brust auszustreichen und zur Milchproduktion an zu regen. Ich schickte Spritzen mit 1ml Milch nach unten auf die Kinderstation und hatte so das Gefühl meinem Sohn wenigstens etwas zu geben.

Hustenanfälle mit einer frischen Kaiserschnittnarbe sind die schlimmsten Schmerzen, die ich je erlebt habe!

Gegen 3 oder 4 Uhr erkundigte ich mich bei der Nachtschwester, von der ich gerade neue Medikamente erhalten hatte, wie es damit aussähe mich zu Hagen runterbringen zu können. Ihre Antwort war ein anfahren: "Ich kann mich ja nicht nur um sie kümmern!"
Das ließ mich so verstört zurück, dass ich mich bis sich um 6 die Frühschicht vorstellte nicht mehr meldete. Ich bat darum einen Aufstehversuch machen zu dürfen um den Katheter los zu werden und nun endlich zu Hagen zu kommen. Sie sagten sie würden fix ihre Morgenrunde machen um dann in Ruhe mit mir den Aufstehversuch durchzuführen.
Um 7 kam meine Mutter. (Jörn war total erkältet und musste sich dringend ausschlafen.) Um 8 nötigte meine Mutter eine Schwester zumindest mal meinen Katheter zu leeren. Die meinte lässig, das verursache keine Harnwehsentzündung wenn der voll wäre. Ich schoss zurück das es aber Schmerzen verursache. Um 9 erst kamen die Schwestern wegen des Aufstehens zu mir. Sie bestanden darauf das ich über die Seitenlage hoch käme, was mich aber vor Schmerzen fast ohnmächtig werden ließ.
Ich brach in Tränen aus, ich wollte zu Hagen. Spätestens jetzt kam die klare Aufforderung, 'dann bringen sie mich eben mit dem Bett runter!' Ich war schockiert als die Schwester mit Ausflüchten anfing, sie wisse nicht ob unten in der Kinderstation genug Platz sei und man müsse ersteinmal das Personal dafür auftreiben.
Von wegen ich könne jederzeit zu meinem Kind, ich müsse es nur sagen... Aussage der entbindenden Hebamme.
Meine Mutter reagierte entrüstet. Sie wäre mit meiner Vollmacht schon mehrere Male unten gewesen und der Platz sei da. Damit, sie müsse unten anrufen, stahl sich die Schwester aus meinem Zimmer. Dann hörte ich nichts mehr von ihr. Wir fragten nach, ich wurde zusehenst unruhiger. Gegen 12 war ich das reinste Nervenbündel und am heulen. Nachfragen ergaben nur vertrösten.
Meine Mutter schnappte sich irgendwann eigenmächtig den Pflegeschüler, der das Mittagsgeschirr abräumte, fragte unten kurz nach und fuhr mich mit ihm runter. 28.09.2015, ca. 14 Uhr. Circa 20 Stunden nachdem er mir mit dem Worten ich könne ihn jederzeit wieder sehen weggenommen worden war sah ich endlich Hagen wieder.
Unten meinten sie sie hätten genug Hebammenschüler auf der Station die mich holen können, man müsste nur kurz anrufen... so viel dazu die Wochenbettstation fragt mal nach und ruft kurz an.

Diese 20 Stunden, diese Fehlaussage... dieses Wissen, dass die Hebamme heute wahrscheinlich auch Müttern mit diesem Versprechen ihr Kind abnimmt und die dann das gleiche mitmachen, macht mich bis heute fertig. Es hat einen tiefen knick in meinem Vertrauen zu Ärzten und erweitertem medizinischen Personal hinterlassen der mich noch lange begleiten wird; Diese 20 Stunden, um die ich mich schmerzlich betrogen fühle, wahrscheinlich den rest meines Lebens.

Er lag auf der 60, der Kinderstation, nicht der 62, Kinderintensiv. Er hatte ein Wärmebett, einen Zugang in einer Hand und Monitorkontrollkabel auf die Brust geklebt. Ich wusste gar nicht wie ich ihn anfassen sollte und hatte Angst ihm weh zu tun. Das Gefühl ihn zu halten war einfach nur schön.

Später, gegen 16 Uhr  ersuchte ich noch einmal aufzustehen. Dies mal nur mit einer Schwesternschülerin, die es mir überließ wir ich hochkommen wollte und nur wenn nötig Hilfestellung gab. Binnen kürzester Zeit stand ich aufrecht, konnte ein paar Schritte gehen und mich in einen Rollstuhl setzen. Von da an brachten mich Jörn, der als es ihm besser ging nachgekommen war, und meine Ma abwechselnd runter.

Als am Nachmittag mein Katheter wieder zu 3/4 voll war sagten wir bescheid. Wieder wurde rumgepampt das habe doch keine Eile, als er endlich geleert wurde war er wieder bis zum Anschlag voll. Diese Sache beschreibt irgendwie perfekt wie es auf der Wochenbettstation zu ging. Erst wurde man vergessen, dann musste man selbständig hinterher rennen, was genervte Schwestern verursachte und wenn sich dann gekümmert wurde geschah das aber wenigstens gut und fachgerecht.

Am Dienstag Morgen bekam ich eine Zimmernachbarin. Ich malte mir nur aus was für eine schreckliche Zimmernachbarin ich ihr wäre. Alle 4 Stunden wach vor Schmerzen, wachphasen mitten in der Nacht usw. Ein Glück kam es nicht dazu. Ich wurde meinen Katheter los und mein ständiges nerven und an ein Familienzimmer zu erinnern hatte Erfolg. Jörn kam dazu und damit wuchs meine Mobilität enorm.
Hagen hatte am Morgen eine Sonde bekommen, da er nicht gut gegessen hatte. Ich glaubte es lag daran,dass derjenige der ihn morgens gefüttert hatte keine Geduld gehabt hätte und zu früh Schluss machte. Wir behielten recht damit. Er aß gut und da ich nun auch die Milchpumpen nutzen konnte bekam er mehr und mehr von mir. Wir fuhren zu jeder Fütterungszeit runter, wir kümmerten uns so gut wir konnten. In der Nacht bewies er das er Jörns Sohn ist, nahm die Dinge selbst in die Hand und zog sich selbst die Sonde. Er aß gut, hielt seine Temperatur und seine Zuckerwerte stabilisierten sich. Der Zugang konnte weg und wir waren überglücklich als wir ihn Mittwoch Abend zu uns aufs Zimmer holen konnten.
Ich packte mein endlich kabelloses Baby aus, mich auch, und verbrachte ein paar der glücklichsten Stunden meines Lebens mit meinem Kind auf der Brust und meinem Mann neben mir. In der Nacht bekam ich auch plötzlich meinen Milcheinschuss und hatte ich noch zuvor die Schwestern mit Fragen nach der besten Milchnahrung genervt war diese Sorge nun gegenstandslos.

Leider endeten mit diesem schönen Moment die doofen nicht. Waren auf der Kreißsaalstation Tee, Milch und Obst immer vorhanden war sogar Wasser hier eine Mangelware. Auch nach Tagen, ständigem Kümmelteetrinkens und Abblähmedikamenten war mein Bauch immer noch der reinste Luftballon. Erst Zuhause, durch den Tipp meiner Hebamme mich mal aus dem Vierfüsslerstand auf den Bauch zu legen bildete der sich zurück. Auf Station bekam ich immer nur ratlose Gesichter und Schulterzucken.
Jörns Bitte um ein 2. Kissen, da er extreme Rückenschmerzen durch das Krankenhausbett hatte hat 1,5 Tage gedauert um ihr nach zu kommen. Es gab Tage an denen die Mülleimer nicht geleert wurden und so brachten irgendwann mein Mann und meine Mutter selbständig die 3 1,20m hohen, total überfüllten Eimer vors Schwesternzimmer und bekamen einen Ort zugewiesen wo die geleert werden konnten. Die Reinigungskräfte hatten unser Zimmer einfach vergessen/übergangen/übersehen.
Dann bekam Hagen auch noch Gelbsucht und wir mussten einen Tag länger bleiben, damit er 2x 6 Stunden bestrahlt werden konnte. Nach zweimaligem zeigen konnten wir ihn selbst in dem Kasten wickeln und mit abgepumpter Milch füttern. Die Schwestern waren dankbar, dass wir ihn dort so gut und selbständig versorgen konnten... und vergaßen uns promt wieder. Hatten sie uns vorher eingeimpft wie wichtig die Einhaltung der Zeiten wäre, 6 Stunden bestrahlen, 2 Stunden Pause, dann wieder 6 Stunden bestrahlen und schlussendlich ein Bluttest, mussten wir plötzlich doch wieder hinter allem hinterher rennen und wurden jedes mal gerügt, was uns denn einfiele, sie hätten uns schon nicht vergessen und auf 45 Minuten käme es ja nicht an... Nur wenn wir nicht nachfragten passierte auch nichts. Und wenn man mal nachrrechnet, dauert die ganze Prozedur mindestens 14 Stunden und wir wollten nicht noch einen Tag bleiben müssen, da die Ärzte ab einer bestimmten Nachtzeit den Bluttest auf den nächsten Tag verschieben würden.

Kein Krankenhausaufenthalt löst bei mir im Nachhinein noch so viele Ängste aus wie dieser. Eingeschlossen derer bei denen mir ein Arzt solches Nasenbluten verpasste, dass ich aussah wie ein Schwerstunfall oder der wo eine Oma im Bett neben mir fast verendete, um Hilfe rief oder schmatzte, dass ich selbst mit verstopften Ohren nicht schlafen konnte.
Wenn ich es vermeiden kann werde ich nie, nie wieder ins Vivantes Neukölln gehen. Der einzige Grund wäre wenn es medizinisch notwendig ist, denn fachlich leisten sie gute Arbeit. Wäre da nur nicht das die Patienten auch noch Menschen wären mit weiteren Bedürfnissen als der direkten medizinischen Betreuung. Selbstverständlich wurden auch sämtliche Papiere vergessen. Arztberichte und Ähnliches habe ich nicht bekommen, die Frühchenbescheinigung konnte ich ein Glück per Post noch zugeschickt bekommen.

Um nicht wahnsinnig zu werden habe ich mich im Krankenhaus damit beschäftigt mir Blogeinträge über die ganzen schönen Kleinigkeiten auszumalen. Wie die ersten Milliliter Milch kamen. Hagens Engelslächeln. Vanillehörnchen und Kekse, die meine Schwester mir mitgebracht hatte und die mir das Leben retteten als ich bei lebendigem Leib ausgesaugt wurde. ;) Meine Mutter, die uns als wir wegen Hagens Gelbsucht einen Tag länger bleiben mussten und das Krankenhausessen satt hatten, uns mit einer Käseplatte und Erdbeeren überraschte. Mein Vater, der sich zuverlässig Zuhause um unsere Katzen kümmerte und uns ihre lustigen Geschichten zukommen ließ... Mein Schwager der dafür sorgte das ich online gehen konnte und so den Kontakt zur Aussenwelt hatte... Jetzt weiß ich leider gar nicht mehr alle, aber sie hinterlassen bei alldem ein schön warmes Gefühl.

Als wir Samstag endlich gehen konnten verließen wir regelrecht fluchtartig das Krankenhaus.

Meine Eltern begrüßten uns feierlich mit dekoriertem Haus. Meine Schwester, die extra für einen Tag vorbei gekommen war, half uns am Sonntag an zu kommen. Meine Hebamme, die selbst im Krankenhaus lag, gab mir gute Tipps per SMS. Und als ich mit Jörn noch Sonntag Nacht als Notfall ins St. Joseph fuhr, die mich wegen meiner immer noch übermäßigen Bauchschmerzen und meines massiv hohen Blutdrucks durchcheckten und endlich fachgerecht berieten kam ich wirklich Zuhause an.

...

Heute sind auf den Tag genau 4 Monate vergangen. Ich bin wieder in einem Krankenhaus, der St. Elisabeth Klinik in Tiergarten. (Keine Sorge, nichts ernstes, Hagen werden nur viele seiner gut 100 Blutschwämmchen entfernt.) Hier erleben wir das eine Klinik, auch mit Personalmangel, ganz anders sein kann. Wir sind immer gut informiert, regelmäßig guckt man nach uns und hat für alles ein offenes Ohr. Ich habe diesen Blogeintrag jetzt fertig geschrieben und wenn ich meine Kritik bei der Beschwerdestelle vom Vivantes Neukölln abgegeben habe werde ich vieles davon hoffentlich abhaken können.
Jetzt geht es weiter zu schöneren Zeiten.
Unser Kleiner lacht und wenn seine Augen blitzen geht für mich die Sonne auf. Ja, mal bin ich genervt, mal habe ich Schlafmangel und mal möchte ich etwas anderes tun als schon wieder zu wickeln, zu wiegen oder zu stillen, doch ich möchte es um nichts in der Welt eintauschen.

Hagen, du bist das alles wert und noch viel mehr. Ich liebe dich!

Freitag, 2. Oktober 2015

Kaiserschnitt... der Blutmond macht seinem Namen alle Ehre

Ich knüpfe an meinen vorherigen Post an. Ich weiß noch wie überrascht ich war das plötzlich jemand in der Tür stand und uns aufforderte mit in den Kreißsaal zu kommen. Ich gestehe, der Raum überraschte mich. Ein Zimmer, hmmm, normale Zimmergröße, eine Wand mit Anrichte und Schränken. Ein interessantes Kreißbett stand in der Mitte, irgendwie wie eine 8 geformt und sicherlich auch mannigfaltige Art verstellbar, jedoch unter einer Plastikfolie. In eine Ecke war ein bequemer Sessel gequetscht und vor dem Kreißbett, fast den gesamten freien Raum einnehmend, ein Krankenhausbett, das sich späternoch als elektrisches Bett erwies.
Der Raum selbst war in violett gestrichen, bei dem ich sofort an meine Freundin Zora denken musste, mit einer schönen weißen Pusteblume darauf. Wirklich schön, dennoch eine Farbe mit der ich bei einem Kreißsaal nicht gerechnet hätte.
Hatte uns die Hebamme nicht gesagt der Raum sei groß, wir sollten die Taschen bloß alle mitnehmen? Mit denen, Jessica, Jörn, der Hebamme und der Hebammenschülerin und mir war es irgendwie eng. Ich nehme an wegen des Lichtes und der Plastikfolie vermittelte mir der Raum eine kahle Ungemütlichkeit, die echt nicht das war was ich von Kreißsaal erwartet hatte. Ich kam aber gar nicht dazu das aus zu sprechen, so fix wurde ich schon in einen OP-Kittel gesteckt, rasiert und wurde weitergeleitet während jemand anders noch besorgt guckte und versuchte große Überschuhe für Jörn zu finden.

Tja, was nun folgt, davor haben sich sicherlich einige von euch schon gegruselt. Eine Spinalsektiomie, der kleine Bruder der  PDA, aber auch immer noch eine Spritze ins Rückenmark. Ich muss sagen, es war unangenehm, doch bei weitem nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Die Schwesternschülerin war so lieb mich ihre Hände zerdrücken zu lassen.
Danach fühlte es sich an wie eingeschlafene Beine. Ich wartete die ganze Zeit auf das fiese Aufwachkribbeln, doch das kam nie.

Der Tonfall wird jetzt gefühlt ein wenig anders. Der ganze OP erschien mir Blau, Grün und Schwarz. Und wenn ich ab jetzt jemandem antworten soll der mich fragt wie ein Kaiserschnitt ist, die kurze Antwort lautet: kombiniere Kreuzigen mit Harakiri, nur durch irgendein Wunder überlebst du es.

Jörn kam dazu und wurde an meiner Linken Schulter platziert. Ein Vorhang trennte mich von den die OP Durchführenden, der Narkosearzt hinter meinem Kopf  und die Schwesternschülerin links. Ich konnte nur meinen Mann wirklich sehen.
Ich wusste sie würden testen ob mein Bauch was spürt und dann die OP angehen. Ich fragte mich, war das jetzt der Test, oder dies? Irgendwann war aufgrund der Zeit klar, dass die Bewegungen und das Drücken schon die Operation sind. Es war sehr unangenehm. Ich bekam kaum Luft. Mein Mann, der mich früher veralbert hatte er werde einen Teufel tun und mir bei den Atemübungen helfen massierte mir Arm und Stirn und half mir bei der einzigen Atemübung, die ich schon mit meiner Hebamme trainiert hatte.

Plötzlich sagte er "Hast du das gehört?"
Ich hatte ein Glucksen gehört, es aber für irgendeinen Hintergrundton gehalten, einen Tupfer der in eine Schale gelegt wird, denn auch wenn all dies dazu diente mein Kind zu holen, irgendwie hab ich unter der OP gar nicht mehr daran gedacht sondern bin nur jedem Schritt gefolgt wie die Ärzte ihn erklärt hatten. Dann ein Schei und alle Schritte waren vergessen. Es wurde recht schnell wieder ruhig und die Hebamme kam mit einem Handtuchbündel. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. 'Halte ihn tiefer, ich will mehr sehen' und viele andere Gedanken schossen mir durch den Kopf und gleichzeitig war ich nur da, ich konnte gar nichts sagen.
Die Ärzte mussten sich noch um den Kleinen kümmern und auch um mich. Das wurde noch mal fies. Es war befreiend aufs Bett gehievt zu werden und dann war ich wieder im Kreißsaal. Ich war erledigt, aber auch ganz hibbelig, neugierig.

Ich habe ihn - gefühlt - der Hebamme aus den Händen gerissen. In echt hat sie ihn ganz vorsichtig auf meine Brust gelegt. Unglaublich, ist das einzige Wort das es ansatzweise beschreibt. Ich konnte es einfach nicht glauben. Er war da. Jörn war da. Jessica und die Hebammen auch irgendwo. Es wurden Fotos gemacht und geredet und ich versuchte mit Jörn einfach zu genießen.
... Leider in dem Wissen das er irgendwann auf die Kinderstation müsse und ich in mein Wöchnerinnenzimmer.

Es zerriss mich fast ihn hergeben zu müssen und tat es nur weil ich wusste ich habe keine andere Wahl und mir mehrfach versichert wurde ich könne jederzeit zu ihm runter gebracht werden, ich müsse es nur sagen. Ich überließ mich also meiner Familie und feierte ein wenig mit ihnen auf dem Zimmer während die anderen nach und nach mit Jörn Hagen besuchten.

Montag, 28. September 2015

Puh...

Montag 28. September 2015, 5:35 Uhr, Blutmond, und ich versuche Zeit zu schinden und beginne zu tippen. Mein Körper fühlt sich an als wäre ich Assistentin einer Zauberershow gewesen und der Durchsägetrick ist schief gegangen. Nach 4 Stunden medikamentösen und völlig erschöpften Schlafes bin ich nun seit ca. 2:35 Uhr wach, mehr oder minder. Ich habe es geschafft einen winzigen Tropfen Milch von meiner Brust zu kriegen, über den sich auf der Säuglingsstation wohl sehr gefreut wurde.
Meinem Kleinen geht es besser als mir.

Aber mal ein Zeitsprung zurück, ihr wollt sicherlich wissen was genauer passiert ist.

...

Obwohl ich langsam mit einem Gespräch zur Einleitungstablette rechnete kam dann gestern eine Ärztin herein und meinte alle Welt spräche von meinem großen Kind und das wolle sie sich doch mal ansehen. Hurra, mal wieder, hier schon fast endlich, ein Ultraschall. Sie schätze ihn auf ca. 2950g, 300g Differenz wären aber völlig normal, Muttermund zu und wolle es im Team beraten.
Nicht lange später kam die Aussage, das Team empfehle dringend einen Kaiserschnitt. Auch jetzt schon wären seine Proportionen so, dass große Gefahr für das Baby bestünde mit den Schultern hängen zu bleiben. Bei einem 40 Wochen Kind haben sie dann ca. 5-10 Minuten bevor Sauerstoff Unterversorgung einsetzen kann, bei Hagen wären es nur Sekunden.

Sie rät mir zum Kaiserschnitt, eindringlich.
Mit einem Mal ist das auch gar nicht mehr schlimm für mich. Ja, ich habe mehr Angst vor den Folgeschmerzen davon als vor Wehen, doch die Unsicherheit, würde die Wehentablette wirken oder nicht ist irgendwie noch übler. Jetzt weiß ich immerhin, er kommt. Er kommt heute! Ich werde heute Abend ein Baby haben!

Dennoch schwingt Panik mit. Die Informationspolitik in diesem Haus ist nicht allzu gut. Es könnte in 10 Minuten los gehen oder in Stunden. Ich rufe Zuhause an und Jörn fragt nur "Willst du mich da haben?" Ich stammle unsicher herum. Er ist erkältet, er sollte so viel Zeit wie möglich Zuhause zum Ausruhen haben und versuche für- und wieder-Argumente zu formulieren um mich zu einer Entscheidung zu bringen. Das einzige was er tut, er wiederholt seine Frage mit der Betonung auf dem ersten Wort. Wie ein kleines Kind kann ich nur "Ja" stammeln.

Mit Jörn und Jessica kommt auch der Termin. Um 16 Uhr geht es los und die Zeit geht schneller rum als ich dachte...

...

Da ich am 'Abend' als ich diesen Post begann, unterbrochen wurde und nun Tage vergangen sind, schließe ich hier ersteinmal. Malsehen wie viel Zeit und Möglichkeit ich habe anzuknüpfen.

Freitag, 25. September 2015

Uuuups, wieder Überraschungen

Mein Kind lässt mich auch nichts planen...

Mittwoch hatte ich mich an einen nicht so schönen Gedanken zu gewöhnen. Mein Frauenarzt hatte mich ins St. Joseph zur Risikosprechstunde geschickt und dabei auch gleich meine Anmeldung zur Geburt ein paar Wochen vor verlegt. Die Diagnose, Hagen (ja, es wird ein Junge und so soll er heißen), wird groß, sehr groß. Auf den Papieren sah ich eine Femurlänge von 71mm und ein geschätztes Gewicht von 3195g. Und das nach erst 33 Wochen und 2 Tagen. Die Ärztin machte sich Sorgen er könne bei der Geburt zwar mit dem Kopf passen, jedoch mit den Schultern hängen bleiben. Das hinge ganz von seiner Lage ab, die nicht vorhergesehen werden kann. Daher haben Krankenhäuser eine Tabelle mit Werten, die sich aus Kindergröße, Elterngröße, Kindesalter u.s.w. erstellt. Ergibt sich dabei ein Wert über 90 wird ein Kaiserschnitt dringend empfohlen. Würde auf Wunsch der Eltern doch eine Natürliche Geburt folgen, das Kind bleibt stecken und erleidet eine Sauerstoffunterversorgung, hätten die Eltern das Risiko zu verantworten. Hagen war bei über 95.

Etwas geknickt machte ich mich auf den Heimweg und begann mich mit dem Gedanken eines geplanten Kaiserschnitts anzufreumden. Ist der 30. Oktober nicht ein gutes Datum? Wird der Arzt was definieren?
Nun ja, am Mittwoch kommen erst einmal meine Eltern vorbei, wir bestellen einen Innenarchitekten für Vorhänge, werkeln und packen die Krankenhaustasche.

Donnerstag haben wir das Gardinenstudio in Angriff genommen und tolle Proben mitbekommen um vor Ort zu gucken. Aber der Tag, obwohl wir im Grunde nur noch essen waren, war anstrengend. Der Kleine bohrte sich so tief ins Becken das ich nur watschelte. Passte aber zum gemütlichen Tag. Viel essen ließ er mich aber auch nicht, bohrte die Füße in meinen Magen und brachte mir solche Übelkeit und SodbrUennen, dass mein Abendessen aus 4 kleinen Stückchen getrockneter Mango mit wenigen Schlucke  Wasser und Riopan Magengel bestand.

Freitag hatten wir ruhiger geplant, eben die Sachen im Haus machen und Familienzeit verbringen.
Hagen hatte aber  wieder etwas andere Pläne, die hier einspringen.

Freitag, 5 Uhr morgens
Mit einem Schlag bin ich wach. Ich bin genervt, meine Hose ist nass. Das hatte ich schon häufiger, gerade als es so heiß war. Ich taste, das Bett ist auch ein wenig nass. Ich stehe auf, Licht im Flur und erst mal zur Toilette wo Binden, Klopapier u.s.w. sind helfen die Lage zu klären. An der Schlafzimmertür bleibe aber schon stehen. Mir läuft klare Flüssigkeit die Beine herunter. Ich denke, muss ich pinkeln?, nein! Blut ist es nicht... ich warte wie im Hollywoodfilm auf einen großen Platsch, der alles eindeutig macht. Der bleibt aus, doch das es mittlerweile eine Pfütze um meine Füße bildet reicht mir.
"Jörn, wach auf, ich laufe aus. Wir sollten ins Krankenhaus."
Aus den Kissen brummelt es: "Ruf erst mal die Hebamme an."

Ich lege mich trocken, tätige den Anruf und bekomme doch tatsächlich die Ansage, ja, das ist ein Blasensprung! Ich soll mich auf die Seite legen, nicht zu viel laufen und machen das ich in Ruhe ins Krankenhaus fahre.
Ich folge der Anweisung. Jörn und Ute packen die Taschen. Ich schicke sie nach Elterngeldpapieren und mein armer Mann muss sich durch meinen Schrank wühlen den ich ja eigentlich am Folgetag aufräumen wollte. Meine Ma macht noch Rührei für die Männer. Ich kriege sicherheitshalber nichts, wer weiß was an Medikamenten kommen wird.

Geistesgegenwärtig fällt jemandem noch ein doch einfach mal vorher im Kreißsaal des St. Joseph an zu rufen,  damit sie wissen das wir kommen. Die Idee war gut, denn sie bitten uns: Fahrt ins Vivantes Klinikum Neukölln, wir sind überfüllt und müssen die Kreißäle schließen.

Jessica sucht uns Online Adresse und Nummer raus. Eine 'Odyssee' ins Unbekannte beginnt. Auch wenn wir zuerst die Klinik für eine andere hielten finden wir sie. Leider den falschen Eingang, beim Haupteingang, nicht dem Murter Kind Haus. Egal, wir sind erstmal da. Der Besucherparkplatz muss reichen, wir werden uns durchfragen.
Ich wanke noch langsamer als am Vortag. Am Info-Schalter verzagt langsam aber sicher mein Kreislauf, ich beginne zu zittern und erlebe erstmals wie Jörn kurz davor ist jemanden um zu bringen. Typisch Norddeutsch bleibt er aber wie ein agressiver Hund gefährlich leise und höflich. Erst wird noch mit dem Arzt geklönt, dann geht das Telefon vor, während ich mich am Tresen auffange. Als sie anfängt uns einen Weg der nach draußen führt zu beschreiben unterbricht mein Mann und fragt nach einem Rollstuhl. Mit pampiger Berliner Schnauze antwortet die Frau als wolle er eh keinen wenn er jetzt ein Pfand hinterlassen müsse. Er knallt seinen Perso auf den Tresen und sie muss sich tatsächlich hinter ihrem Tisch hervor bewegen und den halbaufgepumten Rollstuhl los zu schließen in dem ich mich gleich frage ob mir nicht noch schwindeliger geworden ist.
Wir düsen diagonal übers Gelände. Die Strecke hätte ich definitiv nicht zu Fuß geschafft. Nach zweimaligem verlaufen finden wir die richtige Ansprechstation im Mutter Kind Haus. (Für alle die es anfahren wollen, gebt nicht Kormoranweg ein sondern lieber Kolibristraße 1, das ist genauer.)

Ich komme ans Sonar, Babyherztöne und Wehen messen. Ich kriege einen Zugang und es ist klar, ich werde bleiben. Auf die Ärztin müssen wir noch etwas warten, ich schlafe auf der Bank an Jörns Schulter. Er beantwortet damit auch gleich die erste Frage als sie auftaucht, ich schlafe, ich rede noch, nein, ich habe keine Wehen.
Ich kriege ein Einzelzimmer und mein wunderbarer Mann organisiert mir auch noch ein Frühstück mit Käse und frischen Tomaten.

Was nun passiert sickert erst in den nächsten paar Stunden bei mir durch. Ich kriege Lungenentwicklungsmedikamente, Antibiotika und Wehenhemmer. Ich bin bei 33 Wochen und 5 Tagen. Die Gesetzgrenze, dass wenn es noch schaffbar ist, 34-0 zu erreichen verschafft mir die nun folgenden ruhigen Tage. Spätestens Montag wird eingeleitet. Abhängig wie ich auf die Medikamente anspringekommt unser Kleiner Anfang der nächsten Woche auf die Welt. Kleiner, wie er jetzt noch ist, wohl natürlich, wenn nichts anderes dazwischen kommt. Wir werdens sehen.

Das ist der Grund warum meine Eltern mit Amy zum Fädenziehen beim Tierarzt waren. (Allen geht's gut. ;) )
Das ist der Grund warum meine Schwester und ihr Mann ihre geplante Tour nach Köln auf Neukölln änderten.
Das ist der Grund warum es nun doch leider kein Serenity Babybauchfotoshooting gibt.
Und... das ist der Grund warum sich in den nächsten Tagen ein  paar Teeminpläne ändern werden.

An alle, sorgt euch nicht! 34. Woche ist zwar ein Frühchen, doch kein Besorgniserregend frühes. Wir sind zuversichtlich.
Bis bald, wenn ich die passende Ruhe zum schreiben hab schreibe ich euch. Fühlt euch gedrückt.

Donnerstag, 10. September 2015

Babykleidung

Etwas das mich erstaunlich überraschte, wie kompliziert ich Kinderkleidergrößen finde. Welche Größe bedeutet was? Wie groß wird mein Kind bei der Geburt sein?

Mit einiger Hilfe hab ich nun die Kleidung , die ich hier hab, nach Größen sortiert. Jetzt verstehe ich auch langsam was 44, 50, 50/56, 56, 56/62, 62, 62/68, 68, 68/74, 74, ... bedeuten. Einiges davon wandert nun in Kisten 'für später' und nach meinem gestrigen Ultraschall einiges auch in eine Kiste für ein mögliches 2. Kind. Mein kleiner Knirps wird nämlich wohl gar nicht so klein.
Mein Bauch misst jetzt ca 122cm Umfang und die Abschätzungen für Pixelchen ergaben es ist wohl jetzt schon 2650g schwer und der Oberschenkelknochen, ein Indiz für die Körperlänge, sei auch überdurchschnittlich lang. Meine Ärztin riet mir Kleidergröße 50 schon gleich einzumotten. - Schade, da waren ein paar süße Stücke dabei. - Mit 56 müsste ich schon rechnen und 62 sollte ich lieber auch schon in die Notfalltasche packen. Ich bin höllisch gespannt wie groß das Kleine schlussendlich wird. Aber das werden wir wohl erst in ca. 2 Monaten heraus finden.

Was mir auch noch mal bestätigt wurde, ja, es ist Agil für 2. Ein Glück ist der schön flauschige Krabbelteppich auch schon da und das Kinderzimmer ist fast fertig eingerichtet.

Donnerstag, 13. August 2015

Eine Weile nichts gehört...

Ich habe mich hier eine Weile rar gemacht. Etwas Chaos, der Jahresurlaub und ein paar Erfahrungen, sorgten dafür das mir nicht nach schreiben war. Ich hab immer wieder gehört 'schreib bloß nicht zu viel über dein Kind'... Auch Jörn ist bei weitem weniger Netzaffin als ich. Ich will versuchen die Waagschale zu halten, was zu erzählen aber eben nicht alles ungefiltert ins Netz zu packen.
Dazu kam, das ich einfach die Erfahrung machte wie schön es ist manches persönlich zu erzählen.

Aber ein paar Sachen möchte ich jetzt hier mal wieder teilen.

Ja, wir wissen jetzt was es wird und ja, wir haben auch schon einen Namen. Beides wollen wir aber noch nicht offen im Internet haben, erzählen aber meist persönlich davon. Im Netz bleibt es vorerst Pixelchen.

Pixelchen scheint nach Papa zu kommen. Es ist ca. 10% größer als ein Durchschnittsbaby, so als wäre es 2 Wochen älter. (Jörn sagt ich soll mich auf 1,20m Gebutsgröße vorbereiten.) Interessant dabei ist, dass es laut den direkt gerechneten Daten eher 2 Wochen später kommen sollte. Wir haben jetzt also ein grobes 4 Wochen Fenster und sind gespannt woran sich unser Kleines orientiert.
Mein Bauch ist nun im 7. Monat schon gewaltig. Ich hab zwar nur grob zwischen 10 und 15kg zugenommen, doch ich hab eine wahnsinns Kugel. Schließe ich Türen muss ich mittlerweile einen Schritt zurück machen, damit mein Bauch an der Tür vorbei kommt. Ich kann kaum noch normal sitzen und weil das Baby immer schwerer wird ist auf dem Rücken liegen auch kaum noch möglich. Lauter Zipperlein melden sich. Sodbrennen ist schrecklicherweise immer noch fürchterlich akut und langsam schwellen auch meine Gelenke an. Als ich kürzlich bei der riesen Hitze den Schwimmteich meiner Nachbarn nutzte merkte ich erst wie sehr mein Schwerpunkt sich verändert hat. Zusätzlich bin ich noch der reinste Glühofen. Ich hab sonst auch im Sommer immer gefroren, Jörn war immer um Welten wärmer als mir. Nun ist es umgekehrt.

Die größte Veränderung ist aber die Bewegung des Babys. Zuerst spürte ich ein kleines Zucken, ab und an ein ... schwer zu beschreiben, eben als wenn sich etwas umdreht, Hohlräume und 'feste Stellen' sich vertauschen. Nach aussen hin bemerkte man zunächst so gut wie nichts. Am ehesten fühlte es sich wie ein anderer Pulsschlag in meinem Bauch an.
Dann kamen erste Knüffe. Ein paar mal kamen die auch glücklicherweise als andere die Hand auf meinem Bauch hatten. Die verblüfften Gesichter waren herrlich. Zuerst angestrengtes Fühlen 'Spüre ich etwas?', 'War das eine Bewegung?', 'Wie soll ich reagieren? Ihr sagen das ich was gespürt habe oder nicht?' und dann kam der Knuff. Diese Überraschung, das Erstaunen, herrlich.

Jetzt bewegt es sich fast ständig. Ich spüre Pixelchen fast immer wenn ich entspannt sitze. Der Bauch kickt, wie eine Trommel, oder er wobbelt - es ist einfach das passenste Wort - weil sich das Kleine verlagert. Einmal hat es auch reagiert als ich in meinen Bauch stubste, ich bekam Stubsantworten. Und 2x hatte ich es jetzt schon, dass ich richtig merkte hier drückt sich was raus.

Ich hab fiese Phasen wo ich mich einfach nur schlapp fühle. Ein rumorendes Baby macht es dabei nicht leichter. Wenn ich kann vermeide ich es Auto zu fahren und Jörn kümmert sich liebevoll darum, dass ich mich nicht übernehme.

Auf dem Drachenfest habe ich mich sehr wohl gefühlt. Das lag vor allem an tollen Crew und den ganzen lieben Menschen in meinem Umfeld. Egal wo, mir wurde immer ein Sitzplatz angeboten oder was zu trinken. Die Toilettensituation machte mir am meisten Sorgen. Es war aber weniger schlimm als befürchtet, auch wenn ich mir vor komme als hätte ich min. 50% meiner wachen Zeit auf dem Weg zum Klo zugebracht. Schlafen im neuen Karpfenbett war auch super.
Ich hab die Orks, das Orklager und die Action sehr vermisst, allerdings hätte ich keinen Bruchteil mehr leisten können. Es war so lieb von allen mir beim Tragen zum Spüldienst zu helfen, mir Getränke zu holen und mir so viel bei Ab- und Aufbau ab zu nehmen.
Ich hadere sehr mit mir ob ein Drachenfest 2016 mit Baby in frage kommt, aber ich glaube da wird sich viel durch den Charakter unseres Babys entscheiden und was die Leute mit denen wir lagern dazu sagen. Daher vertagen wir diese Entscheidung noch.

Jetzt habe ich ein Beschäftigungsverbot und ich bin zu Hause. Das letzte 1/3 der Schwangerschaft ist angebrochen und ich mache mir immer mehr Gedanken darum wie wohl die Geburt sein wird. Meine Vorbereitungstermine mit der Hebamme rücken näher und Jörn hat das Gästebett schon auf den Dachboden umgebaut und damit das Kinderzimmer vorbereitet.
Nun lautet die Parole 'Fokus Baby' und ich räume auf, bastle ein wenig und gucke das unser Pixelchen ungestört wachsen kann. Laut Babyratgeber soll es nun auch immer enger für das Kleine werden. Mal gucken wie sich das bemerkbar macht.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Und wieder weiter

Es ist unglaublich. Ich bin mittlerweile schon im 6. Monat. Wir wissen jetzt was Pixelchen wird und sogar die Namensauswahl ist schon sehr konkret. Auch wenn wir vorher überlegt hatten soetwas hier zu veröffentlichen haben wir jetzt festgestellt wie schön es ist manche Dinge von Angesicht zu Angesicht zu sagen. Daher bleibt hier der Arbeitstitel Pixelchen erstmal erhalten.

Nun aber zu dem was wir so erzählen können. Mein Bauch ist riesig. Pixelchen auch. Es kommt wohl nach seinem Papa, der immer behauptet mit min. 1,20m auf die Welt gekommen zu sein. Ich hab noch Massenweise Nebenwirkungen. Übelkeit ist gerade Morgens immer noch ein Thema. Ich bin Geruchsempfindlich hoch 3. Jörn rückte einmal sogar um 23 Uhr noch Möbel, da ich einen Gestank nicht aushielt den er nicht mal wahr nahm... und entfernte todesmutig die tote Maus, die unsere Katzen in der hinterletzten Ecke platziert hatten.
Er ist sowieso extrem lieb, kümmert sich um mich wenn ich nach einem Arbeitstag total platt bin oder vor Sodbrennen kaum noch aus noch ein weiß. Ich habe nun auch ein teilweises Berufsverbot. Das entspannt meinen  Alltag und die Beschwerden sind merkbar zurück gegangen.

Seit Samstag tritt unser Kleiner Pixel auch so stark, dass man es von außen fühlen kann. Mein Bauch wobbelt wie in einer winzigen Wellenbewegung. Das wird wohl noch stärker, die Plazenta sitzt hinten oben, daher wird man wohl viel von den Aktivitäten des Kleinen mitbekommen.
Meine nächsten Planungen sind nun das Sortieren von Babykleidung und einräumen selbiger. ... Und die Planung des Drachenfestes in Kürze. Ich bin gespannt wie es wird dieses Mal am Rand einfach das Geschehen zu genießen ohne Stress und ich werde Jörn dabei zu sehen wie er sich ins Getümmel wirft. Auch wenn ich langsam ab und an vermisse Alkohol zu trinken oder z.B. Schinken, Salami und Räucherfisch zu essen genieße ich es noch sehr schwanger zu sein.

... ganz besonders wenn die Hebamme ihre Pläne umsetzt und meinem Mann Massage Techniken bei bringt, denn mittlerweile denke ich das sich nicht nur der Geruchssinn steigert sondern auch das Tastempfinden... *seufz* ...